Franz Josef Rammig ist Professor in der Fachgruppe Entwurf paralleler Systeme.
Anschrift:
Heinz Nixdorf Institut
Universität Paderborn
Fürstenallee 11
33102 Paderborn
Heinz Nixdorf Institut
Universität Paderborn
Fürstenallee 11
33102 Paderborn
Projekte
Sprechstunde: Dienstag 15 - 16 Uhr und nach Vereinbarung.
Die Sprechstunde von Prof. Rammig findet am 28.02.2012 nicht statt. In dringenden Fällen können Sie einen Termin mit Herrn Rammig vereinbaren über das Sekretariat, per E-Mail Ekaterina Aleksic: aleksic@hni.upb.de
Geboren 05 June 1947 in Landsberg/Lech
Lebenslauf:
Prof. Dr. Franz J. Rammig schloss 1973 sein Studium an der Universität Bonn als Diplom -Mathematiker ab. 1977 wurde er „summa cum laude“ an der Universität Dortmund in Informatik promoviert. Seit 1983 ist er Professor für Praktische Informatik an der Universität Paderborn, seit 1993 auf einer Stiftungsprofessur im Heinz Nixdorf Institut. Im Jahr 1992 lehnte er Rufe an die Universität Würzburg und die Technische Hochschule Darmstadt ab. Er verbrachte mehrmonatige Forschungsaufenthalte an XEROX PARC (1987), UC Irvine (1992, 1997 und 2002) und UFSC Florianopolis (2008).
Mitgliedschaften/Ehrungen:
Prof. Rammig ist hochschulseitiger Vorstand des C-LAB, der Kooperation zwischen der Universität Paderborn und Siemens mit etwa 70 Vollzeitwissenschaftlern. Er ist Mitglied des Vorstands des Heinz Nixdorf Institut, des s-lab (Kooperation der Universität Paderborn und sechs IT-Firmen), des Paderborn Centre for Parallel Computing (PC2) und der International Graduate School on Dynamical Intelligent Systems der Universität Paderborn. Seit Oktober. 2008 ist er Dekan der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik. Im Jahr 2002 wurde er in die Nordrhein Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste berufen und im Jahr 2003 in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften - acatech. Seit 2004 ist er Mitglied des zentralen Auswahlausschusses der Alexander v. Humboldt Stiftung. Prof. Rammig wurde mit dem IFIP Silver Core und dem IFIP Outstanding Service Award ausgezeichnet.
Funktionen in wissenschaftlichen Gremien:
Von 1998 bis 1999 war Prof. Rammig Vize-Präsident der GI (Gesellschaft für Informatik). Er vertritt Deutschland im TC10 (Computer Systems Technology) der IFIP (International Federation for Information Processing, Weltdachverband der Informatikgesellschaften) und war Sprecher dieses Technischen Komitees von 2002 bis 2007. Er gründete die Working Group (WG10.2, Embedded Systems) im Rahmen von TC10 und schuf eine Reihe von Konferenzserien, insbesondere „Distributed and Parallel Embedded Systems (DIPES)“ und „Biologically Inspired Collaborative Computing (BICC)“ im Rahmen des IFIP World Computer Congress (WCC). Prof. Rammig war/ist Mitherausgeber des Journal of Network and Computer Applications (Elsevier), des International Journal of Embedded Systems (Interscience) und der Buchreihe Teubner Texte zur Informatik. He war Betreuer von 2 Habilitationen und etwa 60 Promotionen. Bis heute wurden 13 seiner ehemaligen Doktoranden auf Professuren im In- und Ausland berufen. Prof. Rammig veröffentlichte über 120 Beiträge und jährlich werden etwa 60 Publikationen aus seiner überaus aktiven Arbeitsgruppe verpffentlicht.
Wissenschaftliche Profil:
Spezifikation, Modellierung und Verifikation verteilter eingebetteter Realzeit- Systeme:
Ziel dieser Forschungsrichtung ist es eine nahtlose Kette von Spezifikations- und Modellierungstechniken zu entwickeln. Auf höheren Abstraktionsebenen werden Ansätze auf der Basis von AMS, Pr/T-Netzen, UML 2, SysML, MARTE und SDL verfolgt. Bezüglich der Verifikation findet eine Konzentration auf das Realzeit-Verhalten, auf die Kombination von formaler Verifikation und Test und auf Online-Verifikation als Betriebssystemdienst statt.
Betriebssysteme für verteilte eingebettete Realzeit-Systeme:
Verschiedene selbst-adaptive Realzeit-Betriebssysteme (RTOS) und Realzeit- Kommunicationssysteme (RCOS) wurden auf der Basis unserer Komponentenbibliothek DREAMS und unseres Konfigurators TERECS entwickelt. Mit Hilfe eines Profil-Managements wird auch Online-Rekonfiguration ermöglicht. Weitere Forschungsrichtungen zielen auf Cluster-basierte Betriebssysteme und Virtualisierung von RTOS. Unser RTOS NanoOS bietet die für eine Anwendung erforderlichen Dienste über ein komplettes Cluster von Prozessorne verteilt an. Die Steuerung erfolgt dabei mit biologisch inspirierten Methoden wie beispielsweise Ameisenalgorithmen. Eine stabile und wohldokumentierte Version unseres RTOS wurde unter dem Namen ORCOS Open-Source gestellt.
Rekonfigurierbare Hardware:
Sowohl innovative Architekturen für rekonfigurierbare Hardware wie beispielsweise die bit-seriellen Architekturen FLYSIG und MACHT wie auch Entwurfstechniken werden verfolgt. Es wurden Optimisierungstechniken für die temporale Partitionierung und Platzierung auf der Basis spektraler Methoden wie auch Konzepte auf hohen Abstraktionsebenen auf der Basis Algorithmischer Skelette untersucht. Für das bekannte Problem, IPs auf FPGAs zu integrieren, wurde ein ausgefeiltes System für die Schnittstellensynthese entwickelt. Forschung in Richtung Selbstheilung rekonfigurierbarer Hardware führte zu einem Ansatz auf der Basis künstlicher Immunsysteme.
Drittmittelforschung (Auswahl):
Prof. Rammig war/ist am DFG SFB 376 „Massiv Parallele Systeme“ und am SFB 614 „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus (stellvertretender Sprecher)“ beteiligt, sowie an den DFG Schwerpunktprogrammen SPP 1020 “Rapid Prototyping”, SPP 1040 “Embedded Systems (Mitglied des Programmausschusses)”, SPP 1064 „Integration von Softwarespezifikation für ingenieurwissenschaftliche Anwendungen“, SPP 1076 “Low Power Design”, SPP 1148 “Rekonfigurierbare Rechensysteme (Mitglied des Programmausschusses)”, SPP 1183 “Organic Computing”. Er war/ist am DFG Graduiertenkolleg 776 “Automatische Konfigurierung in offenen Systemen” und der NRW „International Graduate School on Dynamic Intelligent Systems” beteiligt. Er leitete/leitet zahlreiche Drittmittelprojekte mit Förderung durch das BMBF und die EU (etwa 1.5 MioEuro/Jahr).


