Bachelor-Studiengänge, 2. Studienabschnitt
Proseminar: Geschichte digitaler Medien
Digitale Medien sind mehr als nur neuartige Aufzeichnungs-, Abspiel- und Speichertechnologien für traditionelle Medienformen und Medienformate. Mit Hilfe von Algorithmen und Datenstrukturen ist es sowohl möglich neue Manipulationsmöglichkeiten zu eröffnen (z.B. Objektorientierung mit direkter Manipulation) als auch neue Formen der ko-aktiven sozialen Interaktion zu realisieren.
Das Seminar befasst sich mit den technischen Entwicklungsstufen und verdeutlicht zentrale Konzepte im historischen Kontext. Angefangen bei Radargeräten als Bildschirmen über Computernetze bis hin zu mobilen Geräten werden u. a. Techniken und Konzepte wie Hypertext, Image Processing, Streaming Media, und Web 2.0 behandelt.
Master-Studiengang Informatik
Cooperation Support Systems
One essential quality for the development of human intelligence is characterized by the concept of shared intentionality or we-intentionality, which refers to collaborative interactions in which participants share their psychological states. Awareness of other people and their behaviour is an important prerequisite to develop this kind of social intelligence. Systems which provide awareness information and specific functions to support collaboration are studied within the scientific disciplines Computer Supported Cooperative Work (CSCW) and Computer Supported Collaborative Learning (CSCL).
The course comprises an brief introduction to these areas and a systematic approach to the analysis, classification, and the development of cooperation support systems. The first half of the course will be devoted to basic concepts and theoretical foundations, whereas the second part will introduce essential design patterns and key architectures for the design of such systems.
Informatik und Gesellschaft
Informatiker entwickeln auf Zeichen basierende Produkte (Programme, Spezifikationen, Dokumentationen etc.). Im Gegensatz zu anderen Ingenieurprodukten, die aus Materialien wie Stahl, Kunststoff oder Glas gefertigt werden, bildet Software soziale Wirklichkeit in vielfältiger Art und Weise ab. Durch den Einsatz ändert sich diese Wirklichkeit. Das führt zu Wechselwirkungen zwischen Informatiksystemen und ihrem Einsatzumfeld; durch den Einsatz der Systeme verändert sich das Verhalten der Menschen, das in den Systemen modelliert oder in Form von Annahmen verankert ist. Das Einsatzumfeld wirkt auf das Produkt zurück – Revisionen, Anpassungen und Erweiterungen sind die Folge. Diese Wechselwirkungen gilt es möglichst frühzeitig zu erkennen, um Gefahren abwenden und zukünftige Anpassungen antizipieren zu können.
Ziel ist es, das Zusammenspiel spezifischer Technologien mit kognitiven, sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren zu untersuchen und dabei sowohl Risiken als auch Chancen zu identifizieren. Die Vorlesung „Informatik und Gesellschaft“ legt dazu die theoretischen und begrifflichen Grundlagen, die in weiteren Veranstaltungen des Moduls ergänzt bzw. vertieft werden.
Konzepte digitaler Medien
Die klassischen Medientheorien sind vorrangig Rezeptionsanalysen von Massenmedien unter der besonderen Berücksichtigung von Film und Fernsehen. Mathematische Formeln, technische Zeichnungen oder Verwaltungsformulare werden in der Medientheorie nicht betrachtet. Durch den Computer werden jedoch diese Grenzen aufgelöst. Digitale Medien verbinden potenziell alle bislang gekannten Medienformen, wenn auch nicht in der gleichen Qualität und mit den gleichen Produktions- und Rezeptionsbedingungen.
Über den Begriff des Zeichens und seiner Verarbeitung mit Hilfe von digitalen Automaten erhält man einen erweiterten Medienbegriff, der es gestattet, die Vielfalt digitaler Medien unter einem gemeinsamen technischen Bezugspunkt zu thematisieren. Analog zu den Konzepten von Programmiersprachen lassen sich unterschiedliche Ausprägungen digitaler Medien vergleichen und die jeweiligen medialen Mehrwerte bestimmen. Dies ist für alle Anwendungsbereiche, die heutzutage mit dem e-Präfix versehen sind (e-Learning, e-Government, e-Business, etc.) von entscheidender Bedeutung.
Oberseminar
Oberseminar Informatik in Gesellschaft
Die einzelnen Termine des Oberseminars werden in der
Vortragsliste des Instituts für Informatik veröffentlicht.

