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Mistel-Architektur

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG)

Kontakt:

 Carmen Buschmeyer

 

Systemkonvergenz in Bildung, Forschung und Wissenschaft

In den letzten Jahren haben sich eine Reihe von Schlüsseltechnologien als wesentlich für die informationstechnische Entwicklung in allen Bereichen der Forschung, Bildung und Wirtschaft erwiesen. Ziel des DFG-Projektes „mistel“ ist die Verschmelzung von Systemen zur Erstellung und Organisation von Lehrmaterialien mit Lernumgebungen zur kooperativen Wissensorganisation und digitalen Dokumenten- und Publikationsservern.

Eine Vielzahl bestehender Ansätze werden in der Praxis isoliert eingesetzt. Durch die Etablierung dynamischer Services mit der Technologie der Web Services und Referenzimplementierungen in opensTeam, ELM (Essen Learning Model – Universität Essen) und miless (Dokumentenserver der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen) wird die Verzahnung verschiedener Schlüsseltechnologien vorangetrieben und kooperative wissenschaftliche Arbeits- und Lernprozesse unterstützt. Dadurch ist es z.B. gelungen innerhalb des opensTeam Systems auf Datenbestände von ELM und miless zuzugreifen.

Gleichzeitig können diese Daten innerhalb von Wissensräumen angeordnet und in Beziehung gesetzt werden. Insbesondere durch einen transparenten Zugriff auf digitale Bibliotheken gelingt eine elegante Integration. Auch das Planungssystem spielt eine wichtige Rolle. Hier können Vorlesungen verwaltet werden und Lernmaterialien zugeordnet werden. Auf Basis etablierter Standards (SCORM, LOM, Dublin Core) werden Metadaten zu den Lerneinheiten festgelegt. Die Abwicklung der Vorlesungen erfolgt in der Lernumgebung durch ein Importieren von Lerneinheiten. Die digitale Bibliothek dient in diesem Kontext zur Archivierung der Daten.

Zu den wichtigen Forschungsfragen des Projektes zählt die Erforschung der Granularität der einzelnen Services. Bei der Zusammenführung der Systeme wird kein neues monolithisches System erzeugt, sondern eine lose Koppelung der einzelnen Systeme vorgenommen. Eine Austauschbarkeit der einzelnen Systeme ist unter der Vorraussetzung gegeben, dass das neue System die spezifizierten Schnittstellen implementiert und zu der entsprechenden Systemklasse gehört.

Resultat dieser Integration verschiedener Server ist ein föderiertes System mit offenen Schnittstellen. Die Referenzimplementierungen erfolgen ausschließlich auf Basis von Open-Source Produkten, die wiederum als solche zur Verfügung gestellt wird.



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