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Xin Neng Yuan - 新能源
Prof. Dr. Fengting Li, Vizedirektor des UNEP Institutes mit Dolmetscherin, Katja Meyer, Friedrich Ebert Stiftung, Oliver Lah, Universität München und Daniel Büse vom Heinz Nixdorf Institut (v.l.n.r.) vor dem UNEP Institut der Tongji Universität in Shanghai
Das Online-Planspiel bietet viele Informationen über den Klimawandel

Projektpartner:

Oliver Lah, Center for Applied Policy Research, Universität München

Prof. Dr. rer. nat. Thorsten Hampel, Department of Knowledge and Business Engineering, Universität Wien

Xu Li Xun, Educational Affair office, Qingdao University of Science and Technology

 

Kontakt:

 Carmen Buschmeyer

 

Neue Energie

Der globale Klimawandel findet unzweideutig statt, wie das Intergovernmental Panel on Climate Change betont. Darüber hinaus wird die weltweite Energieversorgung stetig instabiler. Der Energiebedarf Chinas wächst mit der gleichen Geschwindigkeit wie seine Wirtschaft und das mit Kohle als Energiequelle Nummer eins. Die Verbrennung dieses Rohstoffs ist einer der Hauptauslöser des anthropogenen Klimawandels, was China schon im Jahr 2010 zum weltgrößten Produzenten von Treibhausgasen machen könnte. Die Europäische Union möchte eine nachhaltige Entwicklung forcieren und die eigenen Treibhausgasemissionen um 20 % bis zum Jahr 2020 reduzieren und sogar um 30 %, wenn andere Staaten wie China bereit sind, diesem Schritt zu folgen.

Vor diesem Hintergrund entwickeln die Universitäten München, Paderborn und Qingdao ein Online-Seminar, um bei den zukünftigen Entscheidungsträgern Chinas die Herausforderungen des Klimawandels zu verankern und die Potenziale erneuerbarer Energien und von Energieeffizienzmaßnahmen aufzuzeigen und ihnen darüber hinaus Europa näher zu bringen. Kernelement dieses Seminars wird ein Internet-basiertes Planspiel zur europäischen Energie- und Klimapolitik sein. Das Planspiel wird von deutsch-, englisch- und chinesischsprachigen Online-Tutoren angeleitet und gibt die Möglichkeit, als Europa-Politiker mit über die Energie- und Klimapolitik der EU zu entscheiden.

Mit Unterstützung des Internationalen Büros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden im Oktober 2007 in Kooperation mit der Qingdao University of Science and Technology zwei Pilotseminare mit 60 Studenten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und der Chinesisch-Deutschen-Technischen-Fakultät in Qingdao durchgeführt. Dabei wurden Ansatz und Methodik des Seminars getestet und über eine tiefergehende Implementierung gesprochen. Nach einer generellen Einführung in das Thema Klimawandel und erneuerbare Energien wurde im Anschluss die Simulationsmethodik von Studenten selbst getestet und im Rahmen ihrer Rolle in intensiven Diskussionsrunden der eigene Standpunkt erörtert. Daniel Büse stellte im Anschluss die Lernplattform vor, die Basis für den zweiten Teil des Seminars ist. An die Präsenzseminare vor Ort werden die weiteren Phasen in einem onlinegestützten Planspiel durchgeführt. Die Studenten werden im Rahmen ihrer Rolle ihre Strategie verfeinern und ihre Position, z. B. als Ratsmitglied der EU, gegenüber den anderen Parteien verteidigen müssen. Im Dialog entsteht so im Rahmen dieses Planspiels eine eigene Richtlinie. Die technische Unterstützung wird vom Heinz Nixdorf Institut bereitgestellt.

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde in Shanghai ein Projektworkshop mit mehreren Professoren von insgesamt sechs Universitäten durchgeführt. Dabei wurden Ansatz und Plattform des Seminars vorgestellt und mögliche Implementierungen des Seminars diskutiert. Darüber hinaus wurde in Gesprächen mit dem Chinesisch-Deutschen Hochschul-Kolleg und dem Umweltinstitut der Vereinten Nationen an der Tongji Universität über die weitere Kooperation im Rahmen des Projekts gesprochen. So soll auch den Studenten der Tongji Universität in Shanghai in Zukunft die Möglichkeit geboten werden, durch die Beteiligung am Planspiel und das Vertreten einer Rolle in der EU das Thema erneuerbare Energien sowie die europäische Entscheidungsstruktur im Dialog kennen zu lernen.



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