Im Sinne der Mechatronik wird am Lehrstuhl für Regelungstechnik und Mechatronik fächerübergreifende Forschung an der Verbindungsstelle zwischen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik/Computertechnik betrieben. Dazu gehören beim Entwurf neuer aktiver Systemgruppen mit Hilfe einer funktionalen Betrachtungsweise vor allem die systematische Einbindung, die Konzeption sowie die Bearbeitung verteilter Prozesse unter Echtzeitbedingung.
Mechatronische Systeme sind durch besonders hohe Anforderungen an das dynamische Verhalten gekennzeichnet, die durch die Integration mechanischer Strukturen mit Sensorsystemen, aktiven Eingriffen und umfangreicher (digitaler) Informationsverarbeitung erfüllt werden. Dies ist ein funktionaler Aspekt, wobei im Fall der Mechatronik der Begriff Funktion sich auf die Bereitstellung eines vorgegebenen Bewegungsverhaltens durch einen Mechanismus (in der Technischen Mechanik unter dem Stichwort Kinematik behandelt) und die Analyse und Synthese des gesamten Verhaltens unter Wirkung von Kräften (in der Technischen Mechanik unter dem Stichwort Dynamik mit den Untergruppen Statik und Kinetik behandelt) bezieht.
Im Mittelpunkt des Entwurfs mechatronischer Systeme muss zuerst eine funktionsorientierte Bearbeitung stehen, ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Maschinenbautradition. Hier wurde bisher fast ausschließlich eine gestaltorientierte Bearbeitung angewendet und gelehrt, die sich nach wie vor weitgehend auf einen evolutionären "Trial-and-Error"-Entwicklungskreislauf stützt.
Unsere Forschungsarbeiten gliedern sich in folgende Teilbereiche (da sich die Seiten zu den Forschungsbereichen noch im Aufbau befinden, sind nur zu einzelnen Teilbereichen nähere Informationen verfügbar):
Sonderforschungsbereich 614: Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus
Neue Bahntechnik Paderborn / Railcab
• Modellbasierter Entwurf mechatronischer Systeme
• Regelungstechnische Analyse- und Syntheseverfahren
• Fahrzeugmechatronik
• Elektrohydraulische Aktorsysteme

