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2D-Kameramodul für autonome Roboter

Herausforderung

Der Einsatz eines 2D-Kameramoduls auf einem autonomen Miniroboter erweitert dessen sensorische Fähigkeiten um einen komplexen, für viele Anwendung vorteilhaft einsetzbaren Sensor. Einem mit diesem Modul ausgestatteten Roboter wird beispielsweise ermöglicht, entfernte Objekte der Form und Farbe nach zu erkennen, seine Umwelt zielgerichtet zu explorieren und sich zu orientieren. Komplexe Anwendungen wie kamerabasierte Verfahren zur Lokalisation des Roboters bei gleichzeitiger Abbildung der lokalen Umgebung auf eine roboterinterne Umgebungskarte (SLAM) können auf dem Roboter evaluiert und optimiert werden.

Miniroboter Khepera exploriert seine Umgebung

Roboterkomponenten

Das 2D-Kameramodul ist so ausgelegt, dass es auf ein vorhandenes Roboter-Basismodul aufgesteckt werden kann. Dabei soll der Roboter durch das Modul nicht mit zusätzlichen Berechnungen belastet werden. So ergibt sich die Notwendigkeit der sensornahen Bildverarbeitung.

Entwickelt wurde eine FPGA-basierte (FPGA - Field Programmable Gate Array) Lösung, bei der ein FPGA zum einen den Bildsensor ansteuert und die Bilddaten entgegennimmt. Zum anderen erfolgt auf dem FPGA die anwendungsoptimierte Bildverarbeitung, so dass zum Prozessor des Robotern nur aufbereitete, symbolische Daten übertragen werden müssen. Für die einzelnen Komponenten ergeben sich die folgenden Eigenschaften:

Kameramodul

Mit 2D-Kamera ausgestatteter Miniroboter

  • CMOS Bildsensor LM9647
  • Auflösung 648×488 Pixel, 68 Bilder/s
  • Farbbilder mit Bayer Matrix
  • Digitaler Videoausgang mit 10Bit/FarbpixelLeistungsaufnahme max. 130mW@3V

FPGA-Modul

  • Logikbaustein FPGA XCV300E-6 von Xilinx
  • SRAM 512k × 16Bit
  • Flash-Speicher 4M × 8Bit
  • 66 MHz Taktfrequenz
  • Buskopplung zum Roboter
  • Frei nutzbare digitale IOs
  • Konfiguration via Rs232, Funk, Roboterbus

Die Bildverarbeitung auf dem FPGA-Modul kann anwendungsoptimiert und hocheffizient mit spezialisierten, in VHDL-kodierten Hardwaremodulen realisiert werden. Alternativ können die Bildverarbeitungsalgorithmen auch in der Programmiersprache C erstellt werden, wenn die Performanzanforderung für eine Anwendung nicht zu groß ist.

Anwendungen

Durch die Verwendung des 2D-Kameramoduls mit eng gekoppeltem FPGA-Modul werden für den autonomen mobilen Miniroboter viele neue Anwendungen ermöglicht. Beispielsweise wurde auf dem FPGA eine Hindernisdetektion implementiert, die es dem Roboter erlaubt, Hindernisse und auch Vertiefungen während der Umgebungsexploration sicher zu umfahren. Hierfür wird der optische Fluss in Bildsequenzen analysiert und eine Entfernungsschätzung zu Objekten realisiert. Weitere Einsatzbeispiele für den Roboter mit Kamera sind:

  • Erkennung von Umgebungsmarken anhand ihrer Form und Farbe
  • Bildgeführte Exploration einer unbekannten Umgebung
  • Experimente mit kooperierenden Robotern mit sichtgestützter Koordination
  • Roboterfußball mit sicherer Ball und Gegnererkennung; Multiroboter-Teams

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Kontakt

 Dr.-Ing. Ulf Witkowski

Telefon: +49 (0) 5251 | 60-6352

Telefax +49 (0) 5251 | 60-6351

 M.Sc. Teerapat Chinapirom

Telefon: +49 (0) 5251 | 60-6344

Telefax: +49 (0) 5251 | 60-6344



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