Motivation
Der Einsatz mikroelektronischer Produkte im Sport nimmt ständig zu. Nicht erst seit den Trainingsmethoden von Jürgen Klinsmann hält die Elektronik Einzug in den Sportbereich. Unser Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem Sportmedizinischen Institut der Universität Paderborn (Prof. Dr. med. M. Weiß, Dipl.-Sportwiss Jochen Baumeister) ein System zur Analyse von Spielsportarten zu entwickeln. Gefördert wird dieses Projekt durch den Forschungspreis 2006 der Universität Paderborn.
Realität
Der Wunsch vieler Sportwissenschaftler und Trainer ist die Verfügbarkeit leistungsdiagnostischer Daten von Sportlern während eines Wettkampfes für Spielsportarten. Bei den hier betrachteten leistungsdiagnostischen Daten handelt es sich sowohl um die äußere Belastung (Geschwindigkeit, Leistung) als auch die innere Beanspruchung (Herz- und Atemtätigkeit). Für den Individualsport, vor allem in Ausdauerdisziplinen, sind Produkte zur Datenerfassung bereits in vielfältiger Form erhältlich. Eine Lücke besteht allerdings im Bereich der Leistungsdiagnostik und -überwachung von Spiel- und Ballsportarten, bei denen vielfältige Bewegungsmuster auftreten und es zu Kontakten zwischen den Sportlern kommen kann.
Umsetzung

Sportshirt mit integrierter Sensorik, Auswerte- und Datenübertragungseinheit sowie Energieversorgung
Eine Lösung für die genannte Leistungsdiagnostik und –überwachung sind in Kleidungsstücke integrierte Sensoren. Diese müssen kleinste Abmessungen haben, sich in die Kleidung integrieren / einweben lassen und dürfen keine Verletzungsgefahr darstellen. Auch der gewohnte Komfort beim Tragen der Sportkleidung ist zu gewährleisten, ebenso die Pflege (Reinigung in einer herkömmlichen Waschmaschine). Ein weiteres Anforderungskriterium an die Sensoren ist ein geringer Energieumsatz. In dem Forschungsprojekt mit dem Titel „Informationstechnologie zur Spielanalyse und Trainingssteuerung in Spielsportarten“ werden diskrete Lösungen (externe Elektronik) zum Monitoring physiologischer Daten ebenso vorangetrieben wie die Entwicklung von Elektronik für integrierte Lösungen (Sensorik in Kleidung).
Alle Spieler werden im Wettkampf von einem aus zwei Kameras bestehenden Videotrackingsystem erfasst, welches unter der Hallendecke montiert ist. Die Videodaten werden in Echtzeit automatisch ausgewertet und es erfolgt eine Positionsbestimmung sowie Verfolgung aller Spieler auf dem Spielfeld. Aus diesen Daten wird die äußere Belastung der Spieler abgeleitet.
Während des Wettkampfes sollen den Trainern bzw. Sportwissenschaftlern ausgewählte leistungsdiagnostische Daten (z.B. Herzfrequenz, Laufgeschwindigkeit) in Realzeit zur Verfügung stehen und den aktuellen Ermüdungsgrad dokumentieren. Erstmals wird es möglich sein, dass tatsächliche Anforderungsprofil von Indoor-Spiel- und Ballsportarten im Wettkampf darzustellen und die Erkenntnisse in eine optimale Trainingsgestaltung einfließen zu lassen. Für die Aufnahme und Übertragung physiologischer Körperdaten kommt ein modifizierter Brustgurt zum Einsatz. Über integrierte Elektroden im Sportshirt wird die Herztätigkeit aufgenommen und drahtlos übertragen. Das neue Hardwaremodul ist erweiterbar um die Aufnahme zusätzliche physiologischer Signale, beispielsweise Atemfrequenz oder Hautleitwert.
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Veröffentlichungen
Presseberichte
Seiten 12&13 aus HNI-Nachrichten Nr. 26
Seite 64 aus HNI Jahresbericht 2006
Lokalsport aus Neue Westfälische Nr. 113 vom 16.05.2007
Seite 3 aus Wochenspiegel Paderborn Nr. 113 vom 30.05.2007
FORSCHUNG UND LEHRE aus Westfälisches Volksblatt Nr. 128 vom 05.06.2007
Wissenschaft und Hochschule aus Neue Westfälische Nr. 237 vom 12.10.2007
Seite 2 aus HNI-Nachrichten Nr. 28
Seite 64 aus HNI Jahresbericht 2008
Mitschnitt der ZDF Sendung "das aktuelle sportstudio" vom 17.01.2009
Fernsehbericht in der ZDF Sendung "Das aktuelle Sportstudio" vom 17.01.2009

